Aufstieg auf den Mittagskogel mit Blick auf den Wörthersee

Der Mittagskogel

Der Mittagskogel

Wir lieben die Karawanken! Wenn man entlang des Wörthersees fährt hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Berge, die den See umgeben und die Grenze zu Slowenien bilden. Einer der höchsten Berge der Karawanken ist der Mittagskogel mit 2.145 m. 

Es gibt zwei Möglichkeiten den Mittagskogel zu besteigen, über den Nord-Ost Grad oder den normalen Steig. Der Nord Ost Grad ist für geübte Bergsteiger gut zu gehen. Er ist nicht versichert, was beim Aufstieg den Adrenalinspiegel steigen lässt. An diesem Tag entscheiden wir uns für den normalen Weg.

Ausblick von der Bertahütte auf den MittagskogelWir fahren mit dem Auto zum Parkplatz und marschieren ca. 45 Minuten hoch zur Bertahütte. Eine sehr einladende Hütte mit netter Bewirtung und hervorragendem Apfelstrudel. Für die nächste Stunde führt der Weg durch bewaldetes Gebiet und geht dann über in felsigere Gefilde. Es geht steil bergauf, teils noch an Schneefeldern vorbei und über felsiges Gelände. Der Aufstieg ist fordernd, belohnt jedoch mit wunderbarer Aussicht. Bei schönem Wetter sieht man den Wörthersee. Desto höher wir an diesem Tag kommen, desto schlechter wird das Wetter und ergo dessen auch die Sicht.

Oben am Gipfel ziehen Nebelfelder um uns, die Sicht beschränkt sich auf wenige Meter, nur

zweitweise zieht es für ein paar Sekunden auf und man sieht die nahegelegenen Berggipfel. 

Als Wanderführer wissen wir, dass das Wetter blitzartig umschlagen kann. Mal strahlender Sonnenschein, in dem man sich beschwingt und heiter fühlt, die Sicht ist weit und ein Gefühl von Freiheit macht sich breit. Momente später liegt alles in dichtem Nebel, man sieht kaum um sich und es ist trüb. Man fühlt sich klein und weiss, dass nun Konzentration gefragt ist, um das Richtige zu tun. Die Berge sorgen für eine Vielfalt an verschiedenen Situationen, wie das Leben. Wie oft fühlen wir uns unschlagbar und im nächsten Moment scheint das Gedankenkarussel nicht mehr anzuhalten. 

In den Bergen wissen wir, dass es irgendwann wieder aufzieht und die Sonne wieder lacht. Im Leben ist es genauso. Vertraut darauf, dass nach jedem Nebelfeld, das vorbeizieht, die Sonne wieder scheinen wird. Vertrauen in sich selbst zu haben ist im Leben, wie auch am Berg, essentiell.

Wandern in wundervollem Wald

 

Der Abstieg dauert ca. 1,5h bis wir wieder am Parkplatz sind. Am Weg nachhause lassen wir die Wanderung revue passieren und sind dankbar für ein schönes Wandererlebnis!

 

 

 

FazitHinweis auf die Schwierigkeit des Klettersteigs

Die Wandertour auf den Mittagskogel ist sowohl am
normalen Steig, als auch über den Nord-Ost Grad wunderschön. Wobei der Nord-Ost Grad wirklich nur für geübte Wanderer zu empfehlen ist. 

Aufstieg: ca. 2,5 h

Abstieg: ca. 1,5 h

Höhenmeter: 963 m

 

Keep hiking with a smile,

Eure Martina

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Der Mangart

Fordernd im Aufstieg, großzügig in der Aussicht und leicht im Abgang

Eines Nachmittags fuhren wir mit dem Auto von Arriach in Richtung Villach um Besorgungen zu erledigen. Wie ich es als Beifahrerin immer mache, betrachtete ich die umliegende Bergwelt, als mir ein sehr markanter Gipfel ins Auge stach– der Mangart.

Begeistert von der Mächtigkeit des Berges und ausgestattet mit einem gesunden Grad an Spontanität, planten wir diese Wanderung für den darauf folgenden Tag. Diese Vorgehensweise haben wir uns irgendwann angeeignet, als diverse Peak-Finder Apps auf den Markt kamen. Wenn wir einen markanten, interessanten Gipfel in unserer Umgebung sehen, eruieren wir welcher ist und planen eine Wanderung. Spontanität & Abenteuerlust verbinden!
Wanderer blickt auf Bergmassiv

Der Mangart, als vierthöchster Berg in den Julischen Alpen an der Grenze zwischen Slowenien und Italien, ist wohl einer der charakteristischen Berge in den Alpen. Wir fuhren Richtung Tarvis, entlang des Predilpasses hinauf über die Mangartstrasse. Schon die Autofahrt über Sloweniens höchst gelegene Bergstrasse (2000m) ist spektakulär. Nicht alleine wegen der engen Kurven und verwinkelten Tunnel, sondern wegen der wunderschönen Aussicht.

Aussicht vom Gipfel des Berges auf zwei Seen

 

Am Parkplatz auf (2055m) angekommen, steigen wir aus dem Auto und beginnen den Zustieg, der Gipfel zu unserer Rechten ist atemberaubend.

Der Aufstieg über die italienische Seite beginnt relaxed. Auf einem Steig bis zur Forcella Mangart (2166m) mit einem wunderschönen Blick auf die Laghi di Fusine, wo sich der Weg bald teilt.  Wir nehmen uns einen Moment um unseren Blick über die julischen Alpen zu unserer Linken schweifen zu lassen. Das Gebirge ist atemberaubend, der Fels mächtig und das Wetter traumhaft. Beschwingt von dem Ort an dem wir uns befinden und überwältigt von dem was wir sehen, geht es weiter in Richtung Gipfel. Wir gehen nach links über den Italienischen Steig, über teils steile Felswände, die mit Seilen gesichert sind und über Schneefelder, unter denen es steil bergabgeht.Wanderer ueberquert Schneefeld

Die Berge, schmale Grade und tiefe Abhänge fordern unsere Konzentration und Achtsamkeit umso mehr. Wir sind wacher und brauchen großes Vertrauen in uns selbst. Der Adrenalinspiegel steigt, die Atmung wird schneller und man wird klarer und fokussierter. Das sind die wunderbaren Momente in denen man sich spürt.

Das letzte Stück zum Gipfel führt über einen Schottersteig auf (2.678m). Dort angekommen ist die Aussicht atemberaubend. Man sieht den Triglav, den höchsten Berg der Julischen Alpen, das Mittelmeer im Süden und die Hohen Tauern im Norden. Das Gipfelbier schmeckt zu dieser Aussicht doppelt gut!

bergpanorama-bierdose

Am Gipfel anzukommen ist immer etwas Besonderes. Wir blicken zurück , wir haben etwas geschafft, sind eventuell über uns hinausgewachsen und sind stolz auf uns. Ein Sprichwort besagt, der Weg sei das Ziel. Genau so ist es, denn beim Wandern am Weg zum Gipfel passiert einiges. Es kommen Gedanken auf und wir lassen Gedanken los, wir werden klarer im Kopf, konzentrierter und sind mehr bei uns selbst. Wandern hat etwas Meditatives und reinigt unseren Verstand, aber mehr dazu in meinem nächsten Blogbeitrag.

Der Abstieg über den selben Pfad ist angenehm, bedarf jedoch weiterer Konzentration. Auf den gesicherten Steigen hinunter, queren wir wieder die Schneefelder, die weicher werden desto später es wird. Trittsicherheit ist auch hier wieder gefragt. Unten angekommen blicken wir noch einmal zurück auf den Mangart und bedanken uns, wie immer, für eine wunderschöne unbeschwerte Wandertour.Bergsteiger am Gipfelgrat der Alpen

 

Fazit

Der Mangart ist fordernd und zugleich wunderschön im Aufstieg, die Aussicht macht sprachlos und er ist angenehm im Abstieg. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung für Geübte.

Aufstieg: ca. 2 h

Abstieg: ca. 1,5 h

Höhenmeter: 650 hm

TIPP: auf dem Heimweg am Lago di Predil Halt machen und einen Kaffee mit Birnen-Schoko-Strudel essen. Dazu den Anblick des Sees genießen und mit einer Portion Dankbarkeit nachfühlen, was Ihr an diesem Tag Schönes erlebt habt!

Keep hiking with a smile,

Eure Martina

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Eine Frau geniesst den Sonnenuntergang in den Bergen

Wandern macht schön

Gehen ist nicht nur die natürlichste und umweltfreundlichste Art der Bewegung, sondern wirkt sich positiv auf Körper & Geist aus. Ein gesunder Körper & ein gesunder Geist, bewirken dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen und zufrieden sind.

Wir alle kennen die Situation und doch….

Stundenlange Aufenthalte in geschlossenen Räumen, die Hektik des Alltags, Bewegungsmangel und die allseits herrschende Schnelllebigkeit hinterlassen ihre Spuren. So sehr wir es uns auch manchmal vornehmen raus in die Natur zu gehen, so schnell ist die Woche auch schon wieder um.

Wir wissen, dass regelmäßige Aufenthalte in der Natur gesund für uns sind und uns fit halten und doch gehen wir zu wenig „raus“. Ein Aufenthalt an der frischen Luft und die wohltuende Wirkung der Berge auf Körper & Geist, zeigen bald positive Effekte. Schon wenig Zeit an der frischen Luft reichert unser Blut mit Sauerstoff, freie Radikale werden reduziert und auch eventuelles Hüftgold schwindet.

Schoene WandererDiese Auszeiten vom Alltag haben nicht nur innerliche sondern auch äußerliche Effekte. In der Natur zu sein beruhigt unseren Geist, lindert Stress und löst Angespanntheit. Unsere Stimmung wird positiver, unsere Gedanken ruhiger und wir werden ausgeglichener. Ergo dessen, verändern sich unsere Gesichtszüge, sie werden glatter, unsere Augen strahlen und unser Teint wird praller, jünger und frischer.

Wer sich wohlfühlt sieht einfach besser aus!

Schönheit kommt eben doch von innen und ergo dessen könnt Ihr Eurer Schönheit das i-Tüpfelchen aufsetzen indem Ihr dem Ruf der Berge folgt.

Das Geheimnis des Vorwärtskommens besteht darin den ersten Schritt zu tun (Mark Twain).

Fangt langsam an, es spielt keine Rolle wie lange oder wie weit Ihr geht, geht einfach los. Erfahrungsgemäß steigert sich das Bedürfnis raus zu gehen von selbst, weil wir intuitiv wissen, was uns guttut.

Fazit

Eure Schönheit wird es Euch danken. Also Schuhe an, Sonnenschutz drauf, ein großes Glas Zitronenwasser trinken, Euer schönstes Lächeln aufsetzen und raus in die Natur!

Keep hiking with a smile,

Eure Martina

Zwei Frauen freuen sich über das Leben

5 Gründe warum wandern wundervoll ist

Wandern erhöht das Energielevel

Nach einer herausfordernden Arbeitswoche fühlt man sich oft ausgebrannt und müde. Unsere täglichen Aufgaben verlangen Konzentration und Energie. Oft verspüren wir den „Drang nach Draußen“, abzuschalten, die Gedanken schweifen zu lassen und einfach nur in die Berge zu blicken.

Wandern ist Ausdauersport im moderaten Bereich, der gut für unsere Muskeln, Lungen und unser Gewebe ist. Dabei wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und Muskeln, sowie Organe gestärkt. Das Gesamtenergielevel erhöht sich, wir fühlen uns wacher und „aufgeladen“.

Wandern stärkt die Muskulatur und Gelenke

Im Gegensatz zum Spazieren gehen in flachem Terrain benötigen wir beim aufwärts gehen 28% mehr Energie, so eine Studie von Daniel Ferries, Professor für Engineering und Biochemie in Florida.

Das bedeutet wir verbrennen mehr Kalorien. Wandern im unebenen Gelände am Berg trainiert Muskeln in der Hüfte, den Knien und Sprunggelenken, die normalerweise nicht beansprucht werden. Die Bewegung führt zu mehr Kraft und Stabilität in den Gelenken und beugt ergo dessen Verletzungen vor.

Wandern hebt die StimmungZwei Frauen freuen sich über das Leben

Wir, Lebewesen, haben eine starke Verbindung zur Natur, da wir aus der selben Substanz gemacht sind, im Gegensatz zu den von Menschen-erschaffenen-Technologien heutzutage.

Diese Verbindung spüren wir, wenn wir in der Natur sind, was wiederum eine beruhigende Wirkung auf unseren Geist hat. Stress und sogar Depression können gelindert werden, wir verspüren Ruhe und Glückseligkeit.

Wandern unterstützt die Vitamin D – Aufnahme

Das Sonnenschein-Vitamin hilft unsere Knochen und unsere Muskulatur zu stärken. Es reguliert einerseits die Mineralstoffaufnahme, die für gesunde Knochen ausschlaggebend ist und andererseits dient es der Erhaltung einer normalen Muskelfunktion. Letzteres ist vor allem für Sportler von großer Wichtigkeit, da sich Muskelfasern nur ausbauen können, wenn sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

Vitamin D wird zwischen 80 und 90% vom Körper selbst gebildet und dazu bedarf es direkter Sonneneinstrahlung. Das heißt, Wandern am Morgen bringt eine gute Dosis an Sonneneinstrahlung und dient auch als schönes Morgen-Workout.

Wandern löst Probleme und steigert die Kreativität

Planung der Wandertour auf einerWanderkarteIn der Natur nehmen wir unsere Umwelt konzentrierter wahr. Gemäß der Attention Restoration Theory nach Rachel und Stephen Kaplan steigt die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit nach einem Aufenthalt in der Natur.

Die entspannende Wirkung, die die Natur auf uns hat, wirkt sich psychologisch (Aufmerksamkeit und Gefühle), als auch physiologisch (Stress) aus und kann negative Empfindungen in positive wandeln. Wanderer sind meist sehr kreative Menschen. Gemäß dieser Studie hat ein Aufenthalt in der Natur, weg von Handy, Laptop & Co, wenn auch nur für ein paar Tage, positive Auswirkungen auf die Kreativität und Problemlösungsbereitschaft.

Keep hiking with a smile,

Eure Martina